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Verdauungstrakt-gerichtete („gut-directed“) Hypnose

Der Einsatz einer spezifisch auf den Bauch gerichteten Hypnose zur Behandlung von Reizdarm- oder Reizmagenbeschwerden wurde erstmals von einer Arbeitsgruppe um Prof. Peter Whorwell in Manchester entwickelt. Mit dieser Methode wird den Patienten im Rahmen von 12 Hypnosesitzungen unter anderen suggeriert, dass ihr Magen-Darm-Trakt ruhig und rhythmisch funktioniert und die Betroffenen wieder die Kontrolle über diese Körperregion übernehmen. Dadurch werden nicht nur die Schmerzüberempfindlichkeit des Magen-Darm-Traktes, sondern auch die Darmbewegungen positiv beeinflusst und beruhigt.

Auch im AKH Wien wurde diese Methode erfolgreich als Gruppenhypnose (bis zu 8 Personen) eingesetzt.

Ablauf der Einzelhypnosen

12 Sitzungen zu je einer Stunde einmal wöchentlich, über einen Zeitraum von zirka 3 Monaten, gelten als erfolgreichste Dauer dieser Kurzzeittherapie, damit der gewünschte Langzeiterfolg erzielt werden kann.

In der ersten Stunde werden die individuelle Situation und die genauen Beschwerden erfragt, damit die Hypnose genau an die betroffene Person angepasst werden kann. Ab der zweiten Sitzung wird mit einem psychotherapeutischen Gespräch (zirka 20 Minuten) die aktuelle Situation erfasst und dann eine Hypnose durchgeführt.

Neben dem Effekt einer tiefen Entspannung, werden durch das Erzeugen von inneren Bildern ein Gefühl von Ich-Stärkung herbeigeführt, sowie die Vorstellung einer Normalisierung der Funktionen des Verdauungstraktes mit Verminderung der Schmerzen.

Ab der zweiten Sitzung sollen zu Hause Entspannungsübungen (zumindest 10-15 Minuten) durchgeführt werden, die durch eine von mir aufgenommenen CD unterstützt werden.

So wird den Betroffenen durch das Üben wieder mehr Selbstkontrolle über ihre körperlichen Empfindungen verliehen. Das Gefühl des Ausgeliefertseins gegenüber den Symptomen vermindert sich schrittweise.

Nach Bedarf können ein oder mehrere Sitzungen zum Auffrischen der eingeübten Entspannungstechniken ein halbes bis ein Jahr nach Beendigung der Hypnoseeinheiten durchgeführt werden, um einen noch besseren Langzeiterfolg zu gewährleisten.    

Quelle: Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser, Innere Medizin III, AKH Wien